Debatte um den Ausbau der B49 zwischen Montabaur und Neuhäusel geht in die nächste Runde

Nachdem im Dezember 2021 bekannt wurde, dass die Westerwälder Bündnis 90/Die Grünen den dreispurigen Ausbau der B49 ablehnen und die Landesregierung bzw. den Landesbetrieb Mobilität aufgefordert hatten, Anweisungen zu Einstellen der Planungen zu erteilen, erkundigte sich die heimische CDU-Landtagsabgeordnete Jenny Groß nach dem Sachstand.

Die Landesregierung bekräftigte damals die Planungen zum Ausbau der B49 und ging etwas näher auf die einzelnen Bauabschnitte ein. Sie konnte allerdings keine näheren Angaben zur zeitlichen Dauer des Projektes machen.

Nun geht die Debatte in die nächste Runde, denn laut der Presseberichterstattung im September dieses Jahres sollten überparteiliche Proteste gegen den Ausbau organisiert werden. Diese jüngsten Entwicklungen nahm die CDU-Politikerin zum Anlass für eine weitere Sachstandsabfrage.

Jenny Groß bat wieder um Informationen zum Stand der Planungen sowie um eine zeitliche Einordnung bezogen auf die Fertigstellung des Projektes. Darüber hinaus stellte sie die Frage nach den Ausbaukosten und den Planungen eines straßenbegleitenden Radweges.

Die Landesregierung konnte auch bei dieser neuen Anfrage keine Antwort auf die Frage nach dem Start des Bauprojekts geben, ebenso wenig über das Ende des Projektes. Als Argument wird ein frühes „Planungsstadium“ angeführt, der LBM sei aktuell mit der „Planung des Abschnittes zwischen Neuhäusel und der Einmündung zur L309“ beschäftigt und habe die „Vorplanung abgeschlossen“.

„Weitere Informationen gibt es jedoch seitens des Landes nicht, was mich doch schwer wundert. Ist man innerhalb eines Jahres diesbezüglich wirklich nicht weitergekommen? Ein frühes Planungsstadium sehe ich nach einem Jahr der Planungen ehrlich gesagt auch nicht mehr und habe daher erwartet, konkrete Informationen bzgl. Start und Ende des Ausbaus zu erhalten“, erklärt Jenny Groß.

Auch zur Frage nach dem Radweg antwortete die Landesregierung wieder einmal nicht konkret, sondern erklärte nur, dass man derzeit im Westerwaldkreis ein „großräumiges Radwegekonzept“ erstelle und prüfe, ob bei der B49 ein solcher „integriert werden kann“.

„Auf meine Frage, wie sich die Kosten entwickeln und wie die Landesregierung zum Ausbau steht, wird das Ziel bekräftigt, ‘die B49 zwischen der Anschlussstelle BAB A3 und dem Anschluss B42/ B327 verkehrs- und bedarfsgerecht auszubauen‘.
Darüber hinaus gäbe es für den ersten Planungsabschnitt – also ‘dem Anschluss Horressen (L327) und der Einmündung zur L 309 (Hillscheider Stock)‘ – noch keine Kostenermittlung, sondern nur für den zweiten. Der zweite Bauabschnitt sei derzeit in Planung und die geschätzten Kosten belaufen sich dabei laut Landesregierung auf ca. 6 Mio.€. Weitere 5 Mio. € würden zudem für die ‘im Rahmen der Trasse geplante Grünbrücke‘ hinzukommen.

Ich bin gespannt, wann es hier endlich weitergeht und wann die Menschen im Westerwaldkreis mit mehr und vor allem mit konkreten Informationen rechnen können“, so Jenny Groß abschließend.

 

(Foto-Credentials: Gerhard/Pixabay)