Im Gespräch mit dem Weißen Ring

Kürzlich traf ich mich mit der Außenstelle Westerwald des Weißen Rings zu einem Austausch. Anlass war, dass ich als Ausschussmitglied sowohl in der Bildungs- und Familienpolitik als auch im Frauenausschuss mit den Themen Mobbing, sexuelle Übergriffen und häuslicher Gewalt immer wieder zu tun habe. 

Gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Außenstellenleiter, Dirk Schindowski, habe ich über Cybermobbing, Angriffe auf Frauen und die Folgen von Corona auf soziale Beziehungen gesprochen. „Cybermobbing ist nichts anders als Fertigmachen 2.0“, so bezeichnete es Schindowski.  Es geht um das wiederholte, absichtliche und meist öffentliche Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen einer Person - über das Internet, soziale Medien und das Handy. Es spielt sich überwiegend unter Gleichaltrigen ab. „Immer wieder hören, erleben und sprechen wir darüber, dass oft Schüler die Opfer sind. In Studien wird immer wieder darauf hingewiesen, dass bereits heute jeder fünfte Jugendliche schon einmal davon betroffen war. Tendenz steigend,“ schildert die Abgeordnete ihre Erfahrungen, die vom Weißen Ring bestätigt wurden.

Mit unterschiedlichen Präventionsmaßnahmen und Hilfen vor Ort, ob per Telefon, Onlineberatung oder direkt, versucht der Weiße Ring den Opfern von Kriminalität zu helfen und ihnen auf dem langen Weg der Verarbeitung, des anwaltlichen Schritts, der Betreuung und vielen weiteren Schritten beizustehen. „Ich danke allen Ehrenamtlichen, die sich im Weißen Ring für andere einsetzen. Ihre Arbeit ist mehr denn je von Nöten und es ist auch wichtig, dass über die Tätigkeitsfelder des Vereins berichtet wird,“ so Jenny Groß MdL.

Das Gespräch verlief sehr interessant und auch mit dem Hinweis, dass der Weiße Ring stets weitere ehrenamtliche Helfer sucht. Wenn Sie Interesse haben oder jemanden kennen, der sich einbringen könnte, sei die Internetseite https://weisser-ring.de/ empfohlen oder der Blick in die Verbandsgemeindeblätter, dort wird auch unter der Rubrik Notfallnummern/Seelsorge hingewiesen.