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Ortsumgehung Nentershausen: Im Austausch mit Bundesverkehrsminister

Auf Initiative der Landtagsabgeordneten Jenny Groß kam es in Nentershausen zu einem Austausch mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich sowie dem Ortsgemeinderat. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die seit vielen Jahrzehnten diskutierte Ortsumgehung für Nentershausen.

Die Verkehrssituation in der Ortsdurchfahrt stellt für viele Bürgerinnen und Bürger eine große Belastung dar. Vor allem bei Störungen oder Baustellen auf der Autobahn wird der Ort regelmäßig stark vom Durchgangsverkehr betroffen. Eine mögliche Umgehungslösung gilt daher seit langem als wichtiger Schritt, um den Ortskern zu entlasten und die Verkehrssicherheit zu verbessern.
Seit mehr als 65 Jahren warten die Bürgerinnen und Bürger auf eine Lösung entlang der Landesstraße 318. Die dringend benötigte Umgehung wurde vom Land bislang nicht umgesetzt. Bereits im Jahr 2024 hatte Jenny Groß deshalb die rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Daniela Schmitt nach Nentershausen eingeladen, um ihr die Situation vor Ort zu zeigen und deutlich zu machen, wie groß der Handlungsdruck ist und dass das Land hier in der Verantwortung steht.

Auch über parlamentarische Wege hat sich Jenny Groß wiederholt für Fortschritte eingesetzt. In zahlreichen Kleinen Anfragen an die Landesregierung wurde der aktuelle Stand der Planungen abgefragt. Aus Sicht vieler Beteiligter vor Ort entstand jedoch immer wieder der Eindruck, dass das Projekt seitens des Landes eher verzögert als aktiv vorangetrieben wird.

Im Gespräch mit dem Bundesverkehrsminister wurde deutlich, dass sich das Projekt weiterhin in einer frühen Planungsphase befindet. Verschiedene Varianten für eine mögliche Trassenführung werden derzeit geprüft. Dabei spielen unter anderem Fragen der Verkehrsführung, der Anbindung an bestehende Straßen sowie mögliche Auswirkungen auf die Umgebung eine Rolle. Auch Rahmenbedingungen wie naturschutzrechtliche Anforderungen und die Finanzierung des Vorhabens müssen berücksichtigt werden.

Ein weiterer Punkt des Austauschs war der aktuelle Stand der Vorplanungen. Frühere Planungsansätze gelten inzwischen als überholt und entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen an Verkehrsplanung und Umweltprüfung. Daher werden derzeit neue Varianten untersucht, um eine tragfähige Lösung für die Region zu entwickeln.

Ortsbürgermeister Tobias Reusch dankte für den direkten Austausch vor Ort und machte deutlich, dass sich die Gemeinde künftig regelmäßige Informationen über den Fortschritt der Planungen wünscht. Jenny Groß sagte ihre Unterstützung für den weiteren Prozess zu und betonte die Bedeutung eines engen Austauschs zwischen Kommune, Land und Bund, um bei diesem wichtigen Infrastrukturprojekt voranzukommen.