Politischer Ascherdonnerstag mit Wolfgang Bosbach in Montabaur – Bildung als Schlüssel für die Zukunft
Montabaur. Am politischen Ascherdonnerstag war kein Geringerer als das CDU-Urgestein Wolfgang Bosbach zu Gast in der Stadthalle Montabaur. Auf Einladung der CDU Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Jenny Groß sprach Bosbach vor rund 150 Gästen und sorgte damit für eine gut gefüllte Halle und großes Interesse. Bereits im Vorfeld zeigte sich die hohe Anerkennung und Wertschätzung für den Referenten an der starken Anmeldelage. Landrat Achim Schwickert, Kreisbeigeordnete Gabi Wieland, Bundestagsabgeordneter Harald Orthey und viele Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren gerne in die Stadthalle von Montabaur gekommen.
Die Begrüßung übernahm die CDU-Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Jenny Groß, die in ihrer Ansprache das Thema Bildung, kommunale Finanzen, Gesundheit und Wirtschaft bewusst in den Mittelpunkt stellte. Einige Schwerpunkte, die auch Wolfgang Bosbach im weiteren Verlauf seines Vortrags aufgriff und vertiefte.
„Wir haben in der alten Welt immer noch Firmen von Weltrang“, befand Bosbach. „Wissensbasierte Produkte: Das ist die neue Welt.“ Deutschland sei hier nicht ausreichend aufgestellt. Die Lösung könne daher nur heißen: Bildung, Bildung, Bildung. „Das ist die einzige Chance, die wir haben, um mitzuhalten. Wenn wir teurer sind als andere, müssen wir besser sein.“ Moderne Technik löse zugleich Bewunderung und Ängste aus, dürfe aber nicht als Bedrohung gesehen werden. Vielmehr müsse man die Chancen erkennen, dass neue Berufsbilder entstehen werden.
Auch Jenny Groß zeigte sich überzeugt, dass Bildung der Schlüssel für den langfristigen Erfolg des Landes ist. Sie machte deutlich von der Kita über die Grundschule und den weiterführenden Schulen sowie der Ausbildung deutlich, wo es aktuell in der Bildungspolitik harkt und zeigte eindrucksvoll auf, was die CDU verbessern möchte. „Wir müssen wieder Vertrauen, von Beginn an jedem Kind gleiche Chancen geben, aber keine Gleichmacherei betreiben. Wir stehen für ein Gleichwertigkeit von beruflicher wie akademischer Bildung, und vor allem setzen wir auf Qualität statt auf Quote, fordern und fördern ist wichtig und ein differenziertes Schulsystem mit unseren Förderschulen muss dringend unterstützt und erhalten bleiben,“ so Jenny Groß MdL. Einer der Schlüssel sei vor allem die Sprache, hier muss umgehend gehandelt werden, damit jedes Kind, dass in die Schule kommt, auch Deutsch spricht und versteht.
Mit Blick auf die Landtagswahl äußerte sie kämpferisch und zuversichtlich, dass die CDU künftig Regierungsverantwortung übernimmt – „Es braucht den Politikwechsel in unserem Bundesland, damit unser Land wieder funktioniert und es vorwärts geht, mit Gordon Schnieder an der Spitze und mir als gewählten Landtagsabgeordneten.“
Wolfgang Bosbach unterstrich in seinem Beitrag zudem die politische Dimension der kommenden Wahl. Nach 35 Jahren ohne Regierungsverantwortung sei es an der Zeit, dass die CDU in Rheinland-Pfalz wieder den Schritt in die Regierung schafft. Aus seinen Beobachtungen zahlreicher Wahlkampfveranstaltungen im Land nehme er einen klaren Wunsch nach politischem Wechsel wahr. Die derzeitige Ampelkoalition in Rheinland-Pfalz werde daher aus seiner Sicht ebenfalls Geschichte sein. „Ich sage es klar: Wählen Sie weder den rechten noch den linken Rand, wählen Sie die Mitte, die Partei, die einen wertebasierten Kompass hat und sich dafür einsetzt, dass jede Stimme gehört wird,“ so Bosbach abschließend.