Digitale Infrastruktur an Schulen braucht verlässliche Finanzierung
Das Land und die Kommunen streiten um die Kosten für Wartung, Administration und Verwaltung der Schul-Tablets. Dazu erklärt die bildungspolitische Sprecherin und die stellv. Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Jenny Groß, heute:
„Digitale Bildung ist aus den Klassenräumen nicht mehr wegzudenken. Als CDU-Landtagsfraktion setzen wir uns nicht erst seit Corona für eine verlässliche und pädagogisch sinnvolle digitale Ausstattung der Schulen ein. Sie müssen technisch, organisatorisch und didaktisch in der Lage sein, digitale Werkzeuge dauerhaft und verlässlich einzusetzen – das muss die Landesregierung gewährleisten. Dass digitale Infrastruktur Geld kostet, ist kein Geheimnis: die Anschaffung, die Wartung, die IT-Administration, Sicherheitsupdates, Soft- und Hardware sowie regelmäßige Erneuerung verursachen laufende Kosten, die nicht zu unterschätzen sind und die nicht auf die Kommunen abgewälzt werden dürfen. Als CDU-Fraktion haben wir auf diese Problematik stets hingewiesen und nachgefragt, das Land vertröstete immer nur – und heute erhalten sie von der kommunalen Familie den Spiegel für ihr Versagen vorgehalten. Digitale Bildung darf nicht von der kommunalen Finanzkraft abhängen. Scheitert der digitale Unterricht in Rheinland-Pfalz wirklich, sind Folgen wie Unterrichtsstörungen, zusätzlicher Aufwand für Lehrkräfte und Frustration im Schulalltag absehbar. Nachhaltige digitale Bildung gelingt nur, wenn Technik, Didaktik und Qualifizierung konsequent zusammengedacht werden. Wir setzen uns daher für ein weiterentwickeltes Finanzierungsmodell ein, das neben der Schülerzahl auch den tatsächlichen technischen Bedarf berücksichtigt. Die Landesregierung muss den Betrieb der Endgeräte dauerhaft sicherstellen. Dazu gehört, dass die Landesregierung zusätzliche Mittel bereitstellt.“