Zahlen, Daten und Fakten zu den Abiturienten, Auszubildenden und Studenten in Rheinland-Pfalz

Als bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion hat Jenny Groß MdL jüngst die Landesregierung um Zahlen, Daten und Fakten zu den Abiturienten, Auszubildenden und Studenten in Rheinland-Pfalz gebeten.

„In den letzten fünf Jahren sehen wir einen deutlichen Rückgang von Absolventinnen und Absolventen mit allgemeiner oder fachgebundener Hochschulreife. Hier müssen wir uns als Politik fragen, woran dies liegen könnte. Schule ist nicht nur ein Lebens-, sondern auch ein Lernort und sollte für die jungen Menschen – wie auch für unsere Lehrkräfte und das Fachpersonal – ein Ort sein, an dem man gerne ist und gut lernen kann. Die Digitalisierung ist nur ein Beispiel, ebenso auch die Sozial- und Psychologische Arbeit“, erklärt Jenny Groß.

Die CDU-Politikerin zeigt sich zudem erfreut über die relativ stabil bleibende Zahl der Studierenden der letzten fünf Jahre – rund 123.000. „Die Auswahl an Fächern und Studiengängen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet und dies zeigt sich auch an den vielen Studentinnen und Studenten. Die Bereiche der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Ingenieurwissenschaften sind dabei die meistgewählten Studienfächer.

Auch im Bereich der Dualen Studiengänge haben unsere Hochschulen einen stetigen Zuwachs an Studierenden in den letzten fünf Jahren erfahren können. Ein Pfund, mit dem wir wuchern müssen, denn gerade die Duale Ausbildung ist es, um die uns viele benachbarte Länder beneiden.“

Bei den Auszubildenden in Rheinland-Pfalz sinken die Zahlen der jungen Menschen mit einem abgeschlossenen Ausbildungsvertrag in den vergangenen fünf Jahren. Waren es im Jahre 2017 noch 25.530 junge Menschen mit Ausbildungsvertrag, so waren es im letzten Jahr nur noch 23.100.
Bei den meistgewählten Ausbildungsberufen macht der/die Kaufmann/-frau für Büromanagement das Rennen, danach folgen Kaufmann/-frau im Einzelhandel und Verkäufer/-in. Auch Elektroniker/-in und Industriekaufmann/-frau finden sich im vorderen Feld der meistgewählten Ausbildungsberufe.

„Insgesamt sollten die meist rückläufigen Zahlen jedoch Anlass für Bedenken geben. Zwar haben wir noch immer eine relativ hohe Zahl an Abiturienten, Auszubildenden und Studenten, wir sollten jedoch den Rückgang der Zahlen nicht außer Acht lassen. Wieso entscheiden sich junge Menschen eher für ein Studium als für einen Ausbildungsberuf? Was kann die Politik machen, um letztere attraktiver zu machen oder um Anreize zu schaffen? Welche Möglichkeiten zur Information und Weiterbildung über die verschiedenen Berufe und Studiums- bzw. Ausbildungsmöglichkeiten können angeboten werden? All dies sind Fragen, die meine Fraktion und mich beschäftigen und die wir selbstverständlich auch im rheinland-pfälzischen Bildungsausschuss behandeln und disku-tieren werden“, schlussfolgert Jenny Groß MdL.

Für sie ist es klar, dass die Ausbildung den gleichen Stellenwert wie ein Studium hat und auf allen Ebenen alles dafür getan werden muss, dass die jungen Menschen sich für eine Ausbildung ent-scheiden, die zu ihnen passt.

„Das Handwerk hat goldenen Boden und der Fachkräftemangel ist enorm, das breite Informieren ist wichtig für die künftigen Absolventen, um eine richtige Entscheidung zu treffen,“ so Groß abschließend.