Jenny Groß #nahdran – Im Gespräch mit Erziehern, Eltern und Kitaleitungen

Seit Anbeginn der Corona-Pandemie arbeiten unsere Kindertagesstätten und unsere Erzieherinnen sowie Erzieher unter veränderten Bedingungen und kämpfen mit täglich neuen Herausforderungen.
Als heimische Abgeordnete und bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion ist Jenny Groß MdL regelmäßig im Austausch mit Erzieherinnen und Erziehern, Kitaleitungen und Eltern – sowohl im Westerwaldkreis als auch landesweit.

Jüngst fand wieder eine Gesprächsrunde mit Kita-Leitungen, Erziehern und Eltern aus dem Westerwaldkreis statt.
Als Hauptprobleme wurden Jenny Groß der große Fachkräftemangel, die fehlende Kommunikation und Unterstützung seitens der Landesregierung und besonders die geringe Wertschätzung der Landesregierung gegenüber dem Berufstand geschildert.
„Dass dann Mitte letzten Jahres das ‘Kita-Zukunftsgesetz‘ entgegen den Ratschlägen von Kita-Experten, von der Landesregierung durchgedrückt und als geltendes Recht umgesetzt wurde, hat die Lage nur noch verschlimmert“, so eine enttäuschte Erzieherin.
„Die vielen Probleme vor Ort und die Schilderungen der täglichen, herausfordernden Situationen machen mir große Sorgen. Die Corona-Pandemie und das Kita-Gesetz verschlimmern die Lage in den Kitas Tag für Tag und alles wird auf dem Rücken unserer Erzieherinnen und Erzieher ausgetragen.
Das kann so nicht weitergehen! Es besteht dringender Handlungsbedarf sowohl bei den Themen Fachkräftemangel und Betreuungsangebote als auch beim Thema Corona und Gesundheitsschutz.

Zum einen steht für mich fest: das Kita-Zukunftsgesetz ist ein Zumutungsgesetz und muss dringend angepasst werden – nicht erst in einigen Jahren, bevor die Umsetzung in allen Kitas endgültig erfolgen muss. Zum anderen benötigen unsere Kitas endlich verbindliche Vorgaben für den Gesundheitsschutz, es muss klar kommuniziert werden. Die Teststrategie für Kitas muss endlich kommen: als CDU fordern wir seit Monaten die Einführung einer verbindlichen Strategie mit Pool-PCR Tests“, so die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion.
An einigen Kitas finden regelmäßige Tests statt, aber nur dadurch, weil die Eltern oder der Träger solche am Morgen organisieren. Teils gibt es auch Vereine, die die Tests zahlen - ein Umstand, der auch bemängelt wurde, denn diese Ressource ist knapp und nicht flächendeckend.

Der Wunsch der Gesprächsteilnehmer war zudem, mehr in Entscheidungen und Handlungsvorhaben einbezogen zu werden. „Diesen Wunsch, dass das pädagogische Personal bei wichtigen Entscheidungen ein Mitspracherecht hat, kann ich vollkommen nachvollziehen und unterstütze dies. Die Landesregierung kann ihre Vorhaben, Pläne und Maßnahmen nicht einfach an den Köpfen der Umsetzenden vorbei diktieren – die Erzieher müssen mehr mit einbezogen werden“, erklärt Jenny Groß abschließend.
Sie selbst wird auch weiterhin das direkte Gespräch mit den Kitas und Eltern suchen und die Nöte und Hinweise mit in die parlamentarische Arbeit aufnehmen.

 

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