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Jenny Groß MdL: „Realschule plus stärken – jetzt handeln statt abwiegeln“

Die CDU-Landtagsfraktion fordert eine umfassende Stärkung der Realschulen plus in Rheinland-Pfalz und wirft der Landesregierung schwere Versäumnisse in der Schul- und Bildungspolitik vor. In ihrer Rede im Landtag machte die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Jenny Groß MdL, deutlich, dass die Realschule plus „das Rückgrat der Bildungsrealität im Land“ sei – jedoch seit Jahren von der Landesregierung allein gelassen werde.

„Die Lage an vielen Realschulen plus ist dramatisch“, so Groß. „Lehrkräfte am Limit, wachsende Überforderung, enorme Heterogenität, Gewaltvorfälle, fehlende Unterstützung und sinkende Basiskompetenzen – das ist die Realität, über die Schulleitungen, Lehrkräfte und Eltern berichten.“ Dieses Bild zeichne sich in städtischen wie in ländlichen Regionen. Auch aktuelle Brandbriefe mehrerer Schulen sowie Einschätzungen des Verbands Reale Bildung bestätigten den akuten Handlungsbedarf. Als CDU sei es das Ziel, die Schulform der RS plus zu stärken, denn sie sei eine wichtige Schulform in dem gegliederten Schulsystem.

Groß kritisiert, dass die Landesregierung die Probleme über Jahre ignoriert habe:

„Die „Rheinpfalz“ spricht davon, dass die Bildungspolitik im Land ‚versagt hat‘. Die Schulen rufen um Hilfe – und die Landesregierung antwortet mit Abwiegeln und Aussitzen. Das ist verantwortungslos gegenüber Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern und deren Familien.“

Mit dem CDU-Antrag „Realschulen plus stärken – Bildung sichern, Lehrkräfte schützen, Zukunft ermöglichen“ legt die Fraktion ein umfassendes Maßnahmenpaket vor, das strukturelle Verbesserungen schaffen soll. Zentrale Forderungen sind:

Kleinere Klassen: Maximal 24 Schülerinnen und Schüler, im Berufsreifezweig 20
105 % Lehrerversorgung als echte Vertretungsreserve
Mehr Schulsozialarbeit und multiprofessionelle Teams – dauerhaft
Konsequenter Schutz vor Gewalt und schnellere Verfahren
Sprach-Intensivklassen für Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse
Bürokratieabbau: „Unterricht statt Dokumentation“
Ein Programm „Starke Realschule plus“ mit Fokus auf Projekten, Lehrergesundheit, Qualitätsentwicklung sowie engerer Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Betrieben

„Die Realschule plus ist nicht das Problem – sie ist ein Versprechen“, betonte Groß. „Hier werden die Fachkräfte von morgen vorbereitet: Auszubildende, Meister, Techniker, Pflegekräfte, Polizisten und viele mehr. Wer diese Schulform schwächt, schwächt die Zukunft von Rheinland-Pfalz.“

Zugleich unterstrich die CDU-Politikerin die Bedeutung von Leistungsbereitschaft und Struktur in der schulischen Bildung: „Jeder Auszubildende, jeder Student, jeder Mitarbeitende muss sich neuen Aufgaben stellen und Leistung zeigen. Darauf muss Schule vorbereiten – mit klaren Regeln, Verlässlichkeit und einem Umfeld, in dem Lernen wieder möglich ist.“

Zum Abschluss forderte Groß ein entschlossenes Umsteuern:

„Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Rheinland-Pfalz braucht starke Realschulen plus – und wir werden nicht ruhen, bis diese Schulform die Unterstützung erhält, die sie verdient. Die CDU ist bereit, das Versprechen an die Realschulen plus wieder einzulösen.“

 

Hier gehts zur Rede: https://opal.rlp.de/portal/vorgang/V-336429