Schüler befragen Abgeordnete – Schulbesuchstage waren ein voller Erfolg

Die diesjährigen Schulbesuchstage wertet die Westerwälder CDU-Landtagsabgeordnete Jenny Groß als einen vollen Erfolg - für Schüler wie Abgeordnete gleichermaßen.

„Rund um den 9. November, dem landesweiten Schulbesuchstag, bin ich auch in diesem Jahr wieder an den Schulen in meinem Wahlkreis zu Besuch gewesen und habe mich den Fragen der Schülerinnen und Schüler gestellt.
Ob Grund- oder Realschule, Gymnasium oder an Schulen mit Projekten wie ‘Keiner ohne Abschluss‘ – ich bin froh, so wissbegierige und interessierte junge Menschen getroffen und mit ihnen über die verschiedensten Themen gesprochen zu haben“, erklärt Jenny Groß.

Der Schulbesuchstag wird seit 2003 bundesweit einmalig in Rheinland-Pfalz durchgeführt und soll Jugend und Politik näher zusammen bringen. Den Schülern soll so die Möglichkeit gegeben werden, sich durch den direkten Austausch mit den Landtagsabgeordneten besser über unsere parlamentarische Demokratie zu informieren bzw. diese selbst zu erleben.

„In diesem Jahr sprach ich mit den Jugendlichen nicht nur über den Ukraine-Krieg bzw. den allgemeinen Umgang mit Krisen, sondern auch über die derzeitige Situation der Schullandschaft, die Aufarbeitung der Corona-Pandemie für Schüler sowie über Demokratie und die Cannabis-Legalisierung.

Die Schülerinnen und Schüler hatten sich auf die Gespräch immer sehr gut vorbereitet und wollten zu Beginn der Gespräche meist wissen, wie ich überhaupt Landtagsabgeordnete der CDU geworden bin, was mich motiviert und wie bzw. wo ich z.B. Deutschland in zehn Jahren sehe.

Aber auch komplexere Themen wurden angesprochen, wie zum Beispiel der Umgang mit Krisen – die Flüchtlings-Krise, die Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg und die jetzige Energiekrise. Wir sprachen darüber, wie Politik dafür sorgen kann, dass die Gesetze, Regelungen und Verordnungen verständlich und nachvollziehbar sind. Auch ging es darum, wie (finanzielle) Unterstützungsleistungen – wie die Corona-Hilfen oder die Mittel aus dem Digital-Pakt etc. – schneller und unbürokratischer an genau die Stellen gelangen, wo sie benötigt werden.

Große Sorgen machten die Schüler sich durchweg über die Auswirkungen und Folgen der Corona-Pandemie auf die Schullandschaft und besonders auf ihre jeweiligen Lernerfolge. Alle waren sich einig, dass dringend im Bereich der Digitalisierung nachgearbeitet werden muss und alle Schulen über WLAN sowie Digitale Endgeräte für Schüler wie Lehrer verfügen müssen.

Die Jugendlichen berichteten zudem über die Schwierigkeiten, die durch Personalmangel und Unterrichtsausfall zusätzlich auf sie zukommen und stellten die Forderung nach mehr Lehrkräften auf. Dies kann ich als bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion nur unterstützen.

Bei der Diskussion um die Legalisierung von Cannabis zeigte sich ein durchweg differenziertes Bild. Mal waren Schüler innerhalb einer Klasse mehrheitlich dagegen, in anderen Klassen waren die Schüler mehrheitlich dafür. Die Jugendlichen sprachen sich z.B. für die Legalisierung aus, damit der Handel mit gepanschten Cannabis-Produkte reduziert und so die Risiken für die Gesundheit etwas minimiert werden könnten. Diese „reinen“ Produkte auf dem Markt sollten dann allerdings nur an bestimmten Stellen, wie z.B. in Apotheken, verkauft werden können.
Als Gegenargument wurde jedoch angeführt, dass eine Droge immer eine Droge bleibt und die Legalisierung nichts an der Gefährdung für die Gesundheit ändern wird. Zudem glauben die Jugendlichen nicht daran, dass eine Legalisierung signifikante Änderungen beim Schwarzmarktverkauf nach sich ziehen oder auch positiven Einfluss auf die Kriminalitätsrate haben könnte.
Ich selbst bin gegen die Legalisierung, denn es sendet ein völlig falsches Signal an die Bevölkerung bzw. an die Jugendlichen. Nur durch die Legalisierung wird die Droge nicht weniger gefährlich für den menschlichen Körper und auch die psychischen Auswirkungen werden dadurch nicht geringer.

Auch die Diskussionen um die einzelnen Parteien, um die verschiedenen Ansichten und Positionen zu Themen waren abwechslungsreich und spannend. So fragten die Schüler z.B. nach unserer Meinung bei der Frage nach dem „Fraktionszwang“ und ob nicht doch jeder Abgeordnete nur seinem eigenen Gewissen verpflichtet sei. Wir diskutierten zudem darüber, wie die Parteiarbeit eigentlich funktioniert, wie Entscheidungen getroffen werden und was passiert, wenn nicht alle Abgeordneten „einer Meinung“ sind.
Zum Fraktionszwang vertrete ich die Meinung, dass dieser bei bestimmten Themen, wie z.B. dem Thema Abtreibung oder bei der Sterbehilfe, ausgesetzt werden sollte. Gerade bei solchen Themen ist dies eine so fundamentale und zutiefst persönliche Entscheidung, die weitreichend in das persönliche Leben anderer eingreift, und da sollte jede bzw. jeder die Entscheidung selbst treffen dürfen.

Intensiv und vor allem informativ waren die Gespräche rund um politische Teilhabe und Partizipation innerhalb unserer demokratischen Gesellschaft sowie über unser Werteverständnis. Die Schüler bei all meinen Besuchen waren sich unabhängig voneinander einig, dass wir uns als Gesellschaft geschlossen gegenüber Hass, Hetze, Extremismus und Krieg stellen und gemeinsam für Frieden und Freiheit eintreten sollten. Die jungen Menschen hoben die Bedeutung unseres demokratischen Werteverständnisses, gerade auch mit Blick auf die Geschichte unseres Landes, hervor und argumentierten, dass in Schulen die Grundlage dafür gelegt werden müsse.
Auch hier kann ich den Schülern nur zustimmen, denn unsere Schulen bilden die Menschen von morgen aus und sollten ihnen Handlungsmöglichkeiten und Werkzeuge mit auf den Weg geben, damit sie später an entsprechenden Stellen unser aller Leben mitgestalten können.

Über all die Besuche kann ich zusammenfassend nur berichten, dass ich den Austausch spannend und gelungen fand, viel Spaß dabei hatte und den jungen Menschen hoffentlich mehr Informationen über Politik und den Alltag einer Landtagsabgeordneten mit auf ihren Weg geben konnte“, so Jenny Groß abschließend.