Schulsozialarbeit muss ausgebaut werden

Bildungsministerin Dr. Hubig kündigte laut Medienberichten Ende Januar an, dass das Land sich mit ca. 10 Millionen Euro an der Finanzierung der Schulsozialarbeit für allgemein- und berufsbildende Schulen beteiligen wird.

„Ich bin gespannt, wie genau diese Beteiligung aussieht, ist es nur ein begrenztes Projekt und im Nachgang müssen die Kommunen die Gelder in die Hand nehmen? Daher habe ich bei Ministerin Hubig um mehr Informationen gebeten: Wie sieht die Unterstützung konkret für den Westerwald aus, wie viele Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sind an den Schulen im Westerwaldkreis beschäftigt und wie viele Kinder werden je Sozialarbeiter betreut“, erklärt Jenny Groß MdL.
Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion erbittet darüber hinaus aufzuklären, welche Qualifikation die beschäftigten Schulsozialarbeiter haben und wie viele Wochenstunden bzw. in welchen Arbeitszeitmodellen die für die Schülerinnen und Schüler zuständigen Schulsozialarbeiter beschäftig sind.
Darüber hinaus hat Groß um Informationen über die Personalentwicklung gebeten. „Denn auch die Perspektiven der Beschäftigten ist ein wichtiges Thema und darf in der gesamten Debatte nicht vergessen werden“, so die Westerwälder Abgeordnete.

„Insgesamt ist die Lage der Schulsozialarbeit im Land prekär – ein Schulsozialarbeiter betreut rund 1000 Schülerinnen und Schüler gleichzeitig. Als CDU-Fraktion fordern wir, dass 1 Schulsozialarbeiter (Vollzeitäquivalent) für 500 Schülerinnen und Schüler zuständig sein soll. Dies bedeutet, dass die Zahl der Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter in Rheinland-Pfalz sich dementsprechend von aktuell 507 Stellen auf rund 1000 Stellen verdoppeln muss (Stand Dezember 2021). Das Land muss daher deutlich mehr Geld in die Hand nehmen, um die Schulsozialarbeit aufzustocken. Darüber hinaus muss es Schulsozialarbeit verlässlich an allen Schulen geben, auch an Gymnasien und Grundschulen! Denn jede Schülerin und jeder Schüler soll bestmöglich in ihrer/seiner individuellen, sozialen, schulischen und beruflichen Entwicklung gefördert und unterstützt werden. Die Antwort der Landesregierung erwarte ich Ende Februar“, erklärt Jenny Groß abschließend.

 

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