Für praktikables E-Learning brauchen wir Lösungen nicht ideologische Verbohrtheit - Deshalb MS Teams nicht verbieten

Plattformen für E-Learning 

Die CDU-Landtagsabgeordnete Jenny Groß aus Girod spricht sich für eine praxisgerechte und schnelle Lösung in der Diskussion um die künftige Nutzung von Microsoft Teams für das E-Learning an rheinland-pfälzischenSchulen aus. Ideologische Debatten seien gerade angesichts der aktuell schwierigen Lernsituation der Kinder fehl am Platz:

"Auch bei uns im Kreis Westerwald sind die Kinder seit Monaten im Homeschooling. Sie erleben ein Hin und Her von Schulöffnung und -schließung von Präsenz- und Wechselunterricht sowie dem Fernunterricht. Sie erleben große Verunsicherung und vermissen vor allem auch ihre gewohnten sozialen d.h. emotionalen Kontakte. Eine Landesregierung, die in einer solchen Situation nichts besseres zu tun hat, als funktionierende Kommunikationsplattformen zu zerreden, hat offenbar den Ernst der Lage noch immer nicht verstanden. Die Schulgemeinschaft braucht jetzt Lösungen statt Datenschutzbedenken."

Jenny Groß MdL kritisiert, dass es die Landesregierung bis heute nicht geschafft hat, für die Schulen ein eigenes jederzeit einwandfrei laufendes digitales Lern- und Konferenzsystem zu installieren.: "Es ist geradezu unverantwortlich, in dieser Situation beispielsweise MS Teams zu verbieten. Bildungsministerin Hubig nimmt den Schülerinnen und Schülern damit Bildungschancen. Zudem schneidet sie ihnen auch die so wichtige Möglichkeit ab, wenigstens virtuell soziale Kontakte und Klassengemeinschaft zu erleben und vor allem ist die Sicherstellung des Fernunterrichts so nicht leistbar. Dies ist sowohl für die jungen Menschen als auch für die Lehrerinnen und Lehrer demotivierend und sorgt unnötig für weiteren Ärger in ohnehin schweren Zeiten.“

Ein Märchen, so Jenny Groß MdL, sei die wiederholte Behauptung, MS Teams könne nicht datenschutzkonform verwendet werden: "Keine Plattform ist per se unvereinbar mit dem Datenschutz. Andernfalls wäre es wohl kaum möglich, dass öffentliche Verwaltungen ebenso wie Wirtschaftsunternehmen damit arbeiten. Mit den richtigen Einstellungen ist dies auch für Schulen möglich. Aufgabe der Landesregierung ist nicht, möglichst viele Argumente gegen die Nutzung von beispielsweise MS Teams zusammenzutragen, sondern die Voraussetzungen für eine datenschutzkonforme Nutzung zu schaffen. Die Schulen haben sich bereits vor Corona kommerzielle Anbieter gesucht, mit denen sie ihre Lehr-und Lerninhalte digital abbilden und anbieten können. Jetzt mit dem Argument des Datenschutzes aufzuwarten und zu erklären, bis Ende des Schuljahres könne die Nutzung noch verlaufen und ab dem neuen Schuljahr nicht mehr, ist das falsche Signal. Ich vertraue unseren Schulen und allen Lehrerkollegien, dass sie die für sie beste Lernplattform für die Unterrichtung verwenden,“ so die Pädagogin und Landtagsabgeordnete Jenny Groß.