Jenny Groß MdL: „Kindertagsstätten und Träger werden sich selbst überlassen!“ - Weiter herrscht die Konzeptlosigkeit

Die Landesregierung hat angekündigt, die Kitas in Rheinland-Pfalz trotz bundesweiten Lockdowns im Regelbetrieb zu lassen. Dazu erklärt die Westerwälder CDU Landtagsabgeordnete Jenny Groß: „An den Kitas wiederum laufen die Erzieherinnen und Erzieher zurecht Sturm. So sollen trotz bundesweitem Lockdown die Kitas im Regelbetrieb geöffnet bleiben. Auch hier überlässt man die Verantwortung für den Gesundheitsschutz den Kitas und ihren Trägern. Vor mehr als drei Wochen wurde beim Treffen der Kita-Spitzen vereinbart, die Leitlinien anzupassen. Geschehen ist seitdem nichts. Der Kita-Fachverband moniert das völlig zurecht. Auch das Verfahren zur Teststrategie ist nicht umgesetzt worden – die MitarbeiterInnen in den Kitas warten seit Mitte November auf entsprechende Ausführungsbestimmungen. Ein weitgehend ungeschützter Berufsstand, ein wichtiger Baustein in unserem Bildungssystem wird nicht ausreichend beachtet und unterstützt.“ Kein klares Bildungskonzept, ein Übergehen des Gesundheitsschutzes der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - so stellte sich auch die Sondersitzung des Bildungsausschusses dar. „Im Bildungsministerium mangelt es an vorausschauender Planung. Wie geht es im neuen Jahr in den Kindertagesstätten und Schulen weiter“, fragt Jenny Groß MdL. „An den Schulen und Kitas im Land sind die Sorgen groß. Seit Wochen schlagen wir den Wechselunterricht vor, wo er gewollt und umsetzbar ist. Im Gegensatz zur Bildungsministerin vertrauen wir dahingehend den Schulleitungen. Diese Möglichkeit wird ein entscheidender Beitrag zur Kontaktreduzierung sein, um die noch anhaltende Pandemie in den Griff zu be- kommen. Leider haben wir auch heute noch keine Antwort auf die drängende Frage erhalten, wie denn ein langfristig tragendes Konzept für das neue Jahr aussehen soll,“ stellt Groß fest. Verlässliche Betreuung sei das eine – eine transparente, nachvollziehbare Darlegung der Situation und der Möglichkeiten, die aktuell bleiben, das andere. Diese Offenheit, Klarheit und vor allem den Respekt verdienen die Erzieherinnen, Lehrer, aber auch die Eltern – denn nur mit dieser echten Rückmeldung können die nächsten Monate geregelt und in den Einrichtungen verantwortungsvoll gestaltet werden. Wer dieses Treiben beobachtet, kann nur den Eindruck bekommen: Die Landesregierung um Frau Dreyer und Frau Hubig agiert ohne Konzepte – und das auf dem Rücken der Betroffenen. Ebenso sei klar, dass auch Kinder Pandemietreiber sind und sie diese in ihren Familien übertragen, selbst wenn sie keine bis geringe Symptome aufweisen. 

 „Natürlich ist Präsenzunterricht das Beste, aber in solchen Pandemiezeiten mit noch nicht dagewesene Fallzahlen ist dies eben nicht möglich. Wir müssen alle schützen, dazu zählt auch, dass eine Landesregierung die Schulen und Kitas schließt. Ein harter Lockdown hätte vielen Eltern, Lehrern und Kindern jetzt an Weihnachten eine Quarantäne erspart, doch es war nicht gewollt, die Einrichtungen früher zu schließen,“ so Jenny Groß abschließend. Die Bildungspolitik wird auch in 2021 noch unter das Brennglas der Betrachtungen geraten und eines der top Themen der bevorstehenden Landtagswahl sein.